Resonate – Die Revolution des Streaming?
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Resonate – Die Revolution des Streaming?

Resonate – Die Revolution des Streaming?

Ob als Musiker, Produzent oder Label, immer wenn eine neue Plattform die digitale Musikwelt bereichern oder verändern will schauen wir hin. Nachdem Tidal sich bereits als fairer Musik Streaming Dienst selbst präsentierte, steht mit Resonate ein neuer Streaming Dienst in den Startlöchern der wirklich Fair für die Musikbranche und die Künstler sein könnte.

Das Konzept hat auf jeden Fall Potential, den Resonate Gründer Peter Harris bietet ein für das Musik Streaming völlig neues Konzept. Während Tidal oder auch Apple Music im Gegensatz zu anderen Anbietern aufgrund ihrer nur verfügbaren Premium Accounts eine etwas höhere Vergütung an Labels und Musiker ausschütten, basiert bei Resonate die Höhe der Vergütung aufgrund der Beleibtheit eines Songs. Klingt jetzt erst einmal verwirrend, die Idee dahinter ist aber eigentlich sehr simpel.

Bei allen jetzigen Musik Stream Dienstleistern wird immer ein gleicher minimaler Betrag pro Stream abgerechnet. Wird der Song also 10 Mal angehört, dann wird der Betrag eben auch zehnfach abgerechnet – sprich Betrag X mal Anzahl der Streams gleich Ausschüttung an die Vertriebe oder Labels. An diesem Punkt unterscheidet sich nun Resonate, denn mit ihrem Konzept „stream to own“ verhält es sich hier anders. Bedeutet im Klartext: Pro Stream (gleicher Hörer/Musikkonsument vorausgesetzt) verdoppelt sich die Vergütung mit jedem weiteren Stream (einmal anhören 0,002 Cent, zweites Mal 0,004 Cent usw.), so dass man nach 9 Mal anhören den Song quasi erworben hat bzw. der Preis eines regulären Downloads erreicht ist. Dann soll laut Bezahlmodel von Resonate der Song dem Hörer gehören und beliebig oft umsonst angehört werden.
Das klingt doch mal Fair, denn wenn du einen Song als Download oder CD kaufst, dann zahlst du ja auch einmalig eine feste Summe (wovon der Künstler einen festen Anteil erhält) und kannst dir den Song so oft anhören wie du willst!

Resoante bringt somit die emotionale Verbindung zwischen Musikkonsument bzw. Fan und der Musik in Ihr Bezahlmodel mit ein, lässt den Unterschied zwischen Gelegenheits- oder Einmalhörer und dem Fan eines Künstlers stärker ins Gewicht fallen. Macht ja auch Sinn, denn einen Song den du dir zigmal anhörst, der gefällt dir mit großer Wahrscheinlichkeit – Und für Musik, die einem wirklich gefällt, sollte man als Konsument auch bereit sein, den Künstler für sein Werk auch angemessen zu entlohnen, oder?

Nun bleibt abzuwarten, wie sich Resonate entwickeln wird, und vor allem, welche Labels, Plattenfirmen und Künstler im Katalog verfügbar sein werden. Eines steht auf jeden Fall jetzt schon fest: Das faire Vergütungsmodell ist ein spannender Gegenentwurf zu den etablierten Strukturen im Musikbusiness.

Wäre zu wünschen, dass sich dieses Model durchsetzt und man in Zukunft mit gutem Gewissen Musik streamen kann!

Chris

August 25th, 2016

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